El Dorado

 

El Dorado – einsam und arm, aber wunderschön!

Das Außendorf El Dorado ist ca. 30 km von El Villar entfernt und besteht neben ein paar Häusern aus einer Schule und einem Internat und befindet sich mitten in der Pampa. Die Schule besuchen ca. 100 Kinder von der 1. bis 8. Klasse, die von 9 Lehrern und dem Voluntarier unterrichtet werden. Unter der Woche wohnen die Lehrer in der Schule, die Hälfte der Kinder und der Freiwillige im Internat, welches zwei Minuten zu Fuß von der Schule entfernt liegt. Dort befindet sich ein Häuschen mit den Jungs- und Mädchenzimmer, ein Raum für den Betreuer (der mit den Kindern meistens umgeht, als wären sie bei der Armee), ein Esszimmer, eine Kochstelle, ein Klassenzimmer und zu guter Letzt das äußerst nette Quartier des Freiwilligen. Oder besser gesagt Abstellkammer, in dem man sich mit ca. 50 Säcken eine Fläche von 3x4 Metern teilt. Daneben gibt es darin noch ein äußerst großes und bequemes Bett und ein super Regal, das ganz viel Abstellfläche bietet.

Das Leben in El Dorado ist sehr einfach, so gibt es keine Elektrizität und keinen Handyempfang. Es ist anfangs gar nicht so einfach, sich an viele Dinge zu gewöhnen, die in Deutschland teilweise unvorstellbar sind. Dies ist bspw. diese Unreinheit. Die Menschen dort waschen sich sehr selten und allgemein ist es ziemlich schmutzig.

Doch trotzdem hat das Dörfchen seinen Reiz, denn landschaftlich ist es wunderschön! Es liegt mitten im Tal, rundherum erstrecken sich Berge. Gleich in der Nähe befindet sich ein Fluss, in dem man baden kann.
Wenn gerade kein Unterricht stattfindet, wird in der Schule und im Internat gegessen, auf dem Sportplatz Fußball oder Volleyball gespielt oder es werden Hausaufgaben gemacht.
 Jeden Montag Abend wird im Internat Brot für die Woche gebacken. Seit ich in Bolivien bin, habe ich bisher nirgendwo besseres Brot gegessen als im Internat von El Dorado. Das restliche Essen besteht neben Kartoffeln (normalerweise in jedem Gericht vorhanden) aus Reis, Nudeln, Linsen, Bohnen und ab und an mal ein stinkender Fischsalat als Beilage. Es gibt fünf Mal am Tag eine fette Portion Kohlenhydrate. Wie soll man da nicht zunehmen?!

Die Kinder von dort sind wahre Schätze. Sie haben Respekt vor einem und sind sehr freundlich. Insgesamt sind sie viel höflicher als die Kinder von El Villar. Nichtsdestotrotz würde ich sie manchmal gerne zum Mond schießen, denn das Zusammenleben ist manchmal sehr nervig. Zum Beispiel wenn ich mich allein in ein Klassenzimmer setze, um etwas Ruhe von ihnen zu haben, kommt einer nach dem anderen angerannt und plötzlich reden zehn Kinder auf mich ein, dass sie alle ein Bild abgepaust haben wollen.
Eines ist sicher: wenn man mal eine Weile in El Dorado gelebt hat, wird man es vermissen. Allein schon wegen den Kindern, denn die geben einem viel!

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